Meine Krankheit
und was man sich und anderen damit zumuten kann!!
         Wie Sie der Homepage bereits entnommen haben, habe ich ein Stoma (einen künstlichen Darmausgang, Anus Praeter, künstliche Auspuffanlage, wie auch immer!) - auf jeden Fall ka.....e ich (und bitte! entschuldigen Sie den Ausdruck!) aus den Rippen, derzeit noch seitwärts (weil es sich um ein sog. doppelläufiges Stoma handelt), später oder gegen Ende des Jahres  2005 ändert sich die "Flugrichtung" dann wohl nach geradeaus, weil aus dem vorläufigen Stoma dann ein "Endständiges" werden wird.
         
          
Bevor Sie sich jetzt ins Hemd treten, warten Sie doch erst mal ab!! Lesen Sie ein paar Auszüge darüber, wie ich die letzten Jahre verbracht habe - Sie werden sich dann vielleicht auch fragen: "Lieber Gott, wieso hat sie das nicht früher machen lassen?!"
         Zuerst mal: diese Frage ist beileibe nichts Neues - sie wurde wohl bereits an die 3000 Mal an mich gestellt - von meinem Mann, meiner Familie, meinen Freunden und: mir selber!  Die einzige Antwort, die ich Ihnen und ihnen und mir immer wieder geben kann ist: es war noch nicht Zeit.

         Wie Sie vielleicht wissen, muss bekanntlich der Leidensdruck erst mal groß genug sein, um überhaupt was an einer Situation ändern zu wollen - und anscheinend kann ich leiden, wie ein Tier, wie ein Hund, wie nur sonst was, aber ändern konnte ich nichts.
        
          Bis zum Mai 2004, dann kam ich nämlich ins Krankenhaus, nachdem ein begnadeter ärztlicher Berater  mir  kosend folgende Worte ins Ohr hauchte: "Wir müssen sofort operieren, sofort!!" (Das mit den kosend gehauchten Worten ist natürlich Quatsch, er sagte es sehr, sehr überzeugend - und mir ging´s immerhin so schlecht, daß ich eingewilligt habe; soviel zum Thema Leidensdruck!)

         Leider hatte ich schon etwas (?) zu lang gewartet und wie bei einem ur-alten Auto, an dem man eigentlich nur einen Ölwechsel vornehmen wollte, war eine Komplett-Sanierung angesagt - was im Einzelnen heißt: 4 Op´s, davon drei Not-OP´s, über 7 Wochen Krankenhausaufenthalt, danach 2 Wochen Post-Stationärer Aufenthalt zu Haus, dann 5 Wochen Reha - und so zogen die Monate ins Land...Gott sei Dank, daß ich einen Super-Chef habe, der das alles mitmachte, obwohl ich erst im September zuvor bei ihm angefangen hatte (Vielen Dank, Jim Burke!!).

        Jetzt bin ich mehr oder weniger die Biggi wie zuvor (eher mehr, vor allem Fettanteilmäßig *lach*), aber mir geht´s gut, wenn man mal von den paar Rest-Baustellen, die irgenwann mal "behandelt" werden und ein oder zwei neuen Wehwehchen absieht -- aber: das Leben ist zauberhaft (Sie werden meinen Überschwang hoffentlich entschuldigen ;-)) und ich kann tun und lassen, was ich will (vorher konnte ich´s nur lassen!)!    
   Back to Top

So, jetzt aber: Sie wollen es wissen, Sie sind wild auf ausgewählte Geschichten aus Biggi´s reichem Erfahrungsschatz......na dann. Machen Sie sich bereit für eine Schlittenfahrt durch´s Leben (vielleicht wär´s besser, wenn Ihr Magen nicht so voll wäre.....*lach*).

>>>>>>>>>  Ich habe beschlossen, meine Gedanken OHNE Überarbeitung zu veröffentlichen - es ist in gewissem Sinn eine Aufarbeitung, eine Sühne für die Dinge, die ich vor allem meiner Familie angetan und zugemutet habe und vielleicht, hoffentlich, für den einen oder anderen eine Hilfe oder ein Ansatzpunkt zum Nachdenken über die eigenen Handlungen und deren Auswirkungen auf andere!

So wie ein Kiesel, den man in einen stillen Teich wirft, Welle um Welle  ans Ufer schickt, so bleibt alles was wir tun, nicht nur auf uns beschränkt, sondern beeinflusst immer auch das Leben anderer auf die eine oder andere Weise.

Dies zu bedenken UND danach zu handeln, habe ich leider bis heute nur unvollkommen fertig bekommen und ich entschuldige mich dafür bei allen Betroffenen und in Mitleidenschaft gezogenen von ganzem Herzen!

Birgit Dreiskemper, am 6.1.2005,
mein 41ter Geburtstag und genau 8 Monate nach dem Beginn meines "neuen" Lebens im Jahre 1 n. Stoma
  back to top
Besucher seit 6.1.2005
Vorwort
kostenlose counter